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Unsere Klinik |
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Therapie:Neurologie hatte den Ruf, zwar alles diagnostizieren zu können, aber therapeutisch ohnmächtig zu sein. Dies hat sich gründlich geändert. Wir verfügen heute über eine Vielzahl medikamentöser oder physiotherapeutischer Maßnahmen, die nachweislich zu einer Besserung der Krankheiten führen oder einen eindeutigen prophylaktischen Wert haben. Auf dieser Website können deshalb nur einzelne Therapieverfahren dargestellt werden. Lysetherapie bei Hirninfarkt:Die intravenöse Lysetherapie ist mittlerweile in den ersten 4,5 (bis 2008 in den ersten 3) Stunden nach Beginn der Symptomatik etabliert. Wir bemühen uns immer und schaffen es meistens, die door-to-needle-time (die Zeit von der Anlieferung des Patienten bis zum Beginn der Lysetherapie) möglichst kurz zu halten. Nicht immer einfach, da eine Anamnese auch zum Ausschluss von Kontraindikationen möglichst genau erhoben werden muss und Laboruntersuchungen und eine Bildgebung vor der Lyse erforderlich sind. Durch unsere Bemühungen ist neben den bekannten guten Effekten der Lyse (bei sieben Patienten durchgeführte Lyse führt zur Vermeidung einer schweren Behinderung) auch die gefühlte Besserung des Outcomes der Schlaganfallpatienten eine Motivation, weiter an einer Verbesserung zu arbeiten. In Zusammenarbeit mit der Neuroradiologischen Abteilung wird an unserer Klinik auch nach Abwägung aller Risiken bei schwer Erkrankten eine intraarterielle Lyse durchgeführt. Teilweise gelingt es sogar, mit Hilfe mechanischer Hilfsmittel (MERCI u.a.) den Thrombus aus dem verschlossenen Gefäß zu entfernen. Stenting:Bei entsprechender Indikation wird von der Neuroradiologie eine Versorgung extra- und intrakranieller Stenosen durch Setzen eines Stents durchgeführt. Während bei extrakraniellen Stenosen eine Gleichwertigkeit mit operativen Maßnahmen besteht, so gibt es bei intrakraniellen Stenosen keine operative Alternative. Somit kann jetzt auch Patienten mit schweren intrakraniellen, insbesondere auch Patienten mit Stenosen der Arteria vertebralis oder basilaris geholfen werde. Coiling:Patienten mit intrakraniellen Aneurysmen können bei uns seit 2001 endovaskulär behandelt werden. Nach vorausgegangener Angiographie und Darstellung des Aneurysmas wird dies mit Coils aufgefüllt, die dann zu einer Thrombosierung des Aneurysmas führen, damit dies später nicht erneut rupturieren und zu einer Subarachnoidalblutung führen kann. Teilweise muss, insbesonderer bei breiter Basis des Aneurysmas, zusätzlich die Gefäßwand mit Hilfe eines Stents rekonstruiert werden. In seltenen Fällen ist ein Coiling nicht möglich und das Aneurysma wird versucht, neurochirurgisch zu behandeln. Hierzu müssen unsere Patienten in eine andere Klinik verlegt werden. Plasmapherese und Immunadsorption:Bei neuroimmunologischen Erkrankungen (Guillain-Barré-Syndrom, Myasthenia gravis, Multiple Sklerose) ist bisweilen die Durchführung einer Plasmapherese oder Immunadsorption indiziert. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Nephrologischen Abteilung in unserem Hause ist dies jederzeit möglich, auch am Wochenende. Hierdurch können wir Patienten mit drohenden schweren Verläufen (Landry-Paralyse) auf hohem Niveau schnell versorgen. |
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